

| Kompetenz für Führungskräfte | |||||
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| Kommunikation und Teamentwicklung | ||||
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| Klugheit |
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Liebe Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, die Klugheit ist in Verruf gekommen. Für viele klingt sie wie Schlitzohrigkeit – zu Unrecht, denn erfolgreiches Handeln ist ohne angemessene Erkenntnis der Situation und ohne gedankliche Vorwegnahme der Handlung nicht möglich. „Wir denken, um handeln zu können; und das Denken muss zu einem Ende kommen, denn die Handlung will beginnen“ Aristoteles. In der Klugheit nehmen wir Wirklichkeit wahr und bereiten Handlungen, eben Praxis, vor. Dieses Denken nimmt Unabwägbarkeiten in den Blick, denn Handlungssituationen verändern sich, und kluges Denken muss mit der knappen Ressource Zeit auskommen. Skrupel und Perfektionismus verhindern jede sinnvolle Handlung und sind einfach unklug, dumm. Das praxisorientierte Denken will geübt sein, und wir eignen uns Klugheit durch Training und Wiederholung an. Darum ist Klugheit auch eine Tugend, und zwar die Tugend des praktischen Verstandes. Thomas von Aquin benennt drei Schritte der klugen Handlungsvorbereitung:
Die Tugend der Klugheit „informiert“ den Willen, setzt ihn sozusagen „in Form“, dass der Wille gut wollen kann. Darum kann nur der Kluge gerecht, tapfer und maßvoll sein. Klugheit ist das Maß des Wollens und Wirkens; aber das Maß der Klugheit ist die Wirklichkeit selbst. Der Kluge will Wahrheit und Wirklichkeit; Klugheit richtet das Wollen und Wirken an der Wahrheit aus. Zur Klugheit, d.h. zur sachlichen Abschätzung der konkreten Situation der Praxis, gehört die Fähigkeit, diese Wirklichkeitserkenntnis umzuformen in die konkrete Entscheidung. Damit ist die Klugheit als erste Kardinaltugend nicht nur Inbegriff der moralischen Mündigkeit, sondern auch der Inbegriff der moralischen Freiheit. Der gute Mensch ist gut kraft seiner Klugheit. Mit herzlichen Grüßen Dr. Andreas Fritzsche
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