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Vertrauen senkt die Transaktionskosten |
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
in der Praxis handeln immer Personen und diese benötigen in ihrem Betriebssystem Vertrauen. Warum ist das so?
- Wir Menschen müssen wissen können, dass es die anderen gut mit uns meinen, dass sie uns nicht belügen und betrügen. Ohne diese Handlungsgrundlage können Menschen, die ja zusammen ein Ziel erreichen wollen, nicht zielgerichtet arbeiten. Wie der Computer ein Betriebssystem benötigt, das unterschiedliche Rechenaktionen im Prozessor organisiert und synchronisiert, so benötigen kooperierende, handelnde Menschen das Vertrauen, jenes grundsätzliche Wohlwollen. Diese Einstellung gegenüber den anderen bildet die Basis der Kooperation.
- Handlungskontexte – insbesondere im Unternehmen – sind so komplex, dass eine Person schlicht und einfach nicht alles wissen kann. Auf die anderen sind wir angewiesen. Qualitätsmanagement, Leitbilder, Basel II, Standardisierungen … wollen Sicherheit organisieren, doch wissen wir ganz genau, dass diese nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen, wenn nicht ein gelebtes Vertrauen zugrunde liegt.
- Die unternehmerischen Ziele und deren Erreichbarkeit kann kein Manager beweisen, auch wenn er viele gute Gründe und berechtigte Annahmen vortragen kann. Gut ist er beraten, wenn er es ermöglicht, dass die anderen es glauben können. Da helfen keine Appelle wie „wir müssen vertrauensvoll zusammenarbeiten“, wenn allein der Glaube an die handelnde Person und ihre Lauterkeit fehlt. Eine gelebte Kultur des Vertrauens bewirkt das Wunder, dass der Aufsichtsrat, die Belegschaft und auch die Kundschaft in schwierigen, nahezu aussichtslosen Situationen den verantwortlichen Personen folgen – ja folgen können. Warum? Weil sie sich als vertrauenswürdig erwiesen haben und es wirklich sind.
Vertrauen bringt die Entscheider in Form, so dass andere ihnen folgen können; das sagen uns diese drei Tatsachen.
Zum Handeln gehört Vertrauen - Vertrauen darauf, dass Gutes auch zu Gutem führt, wenigstens im Allgemeinen und auf lange Sicht. Denn nur dann hat Handeln überhaupt Sinn. Vertrauen informiert uns über den Kontext und den Sinn des Ganzen. Wie soll sonst der Bauer ans Werk gehen? Im Frühjahr muss er loslegen, den Acker bestellen und säen. Er muss das tun, was an ihm liegt, und darauf vertrauen, dass seine gute Saat auch gute Ernte bringen wird. Und selbst wenn die gute Ernte ausbleibt, weil die Elbe Hochwasser hatte, welche andere Chance hätte er? Sicher ist seine Arbeit, seine Saat. Die Ernte ist unsicher, aber sehr wohl zu erwarten. Wenn wir handeln, vertrauen wir auf ein gutes Ende, selbst wenn es nicht eintritt. Wir können nicht anders.
Meine Empfehlungen:
- Gewähre Vertrauen.
- Zeig Dich vertrauenswürdig.
- Nimm Vertrauen entgegen.
- Lass dem Heiligen Geist eine Chance – vertraue Dich anderen an.
- Vertrauen informiert uns: das Ganze hat einen Sinn.
Mit einem lieben Gruß
Dr. Andreas Fritzsche
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